Blogparade III – April, April

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Willkommen zur Blogparade mit dem Thema: April, April, der weiß nicht was er will! Alle Schreiblustigen aus unserem Masterstudiengang Biografisches und Kreatives Scheiben an der ASH Berlin (#BKS11) sind herzlich eingeladen, ebenso wie alle anderen schreibfreudigen Bloggerinnen und Blogger.

Ihr dürft das Thema frei interpretieren – als Gedicht, Kurzgeschichte, Collage u.a. Aber es gibt eine kreative Herausforderung (contrainte): Es sollen nur Wörter verwendet werden, die ein „a“ enthalten („ä“ gilt auch).

Die „contrainte“ ist eine kreative Methode aus der „Werkstatt für Potentielle Literatur“ OuLiPo (L‘ Ouvroir de Littérature Potentielle). Durch die selbstauferlegten formalen oder inhaltlichen Textbildungsregelungen sollen die verborgenen Potentiale der Sprache entdeckt werden.

Die Blogparade startet ab sofort und endet am 30. April 2018. Schreibt einfach den Link zu eurem April-Blogbeitrag unten in den Kommentar.  Danke an Ulrike, die den Startschuß für die Blogparade gegeben hat, bei der Ihr auch Euren Link in den Kommentar zu deren Paradenpost einfügen könnt.  Los geht’s und viel Spaß!

Diesmal soll mein Paradenbeitrag themennah zu meinem Blogthema rund um die Küche sein.

Meine kreative Herausforderung sind da natürlich  Rezepte mit A: Welches suche ich mir aus und kann ich eine Rezeptanleitung nur mit A und Ä schreiben???

Spontan fällt mir bei A folgendes Essbares ein

Austern- nee, ist für mich nicht essbar. Aubergine  wäre okay, Avocado ginge auch. Ananas ist lecker, auch Apefelsine.  Banane –  muss nicht sein. Amaranth – hab ich schon mal von gehört, das wars aber auch (oh, da stecken überall „a“s drin – sollte ich mir merken). Apfel – langweilig, Salat – vielfältig, kann man an Cäsars-Dressing zuberaiten ( da schimpft gleich Urs, weil ich die Contrainte nicht ernst nehme), Meeräsche – ist wohl ein Fisch. Aal – da wurde mir mal schlecht von, lieber nicht. Milchrais (gibt gleich wieder einen Rüffel wegen unsauberer Contrainte-Arbeit) Paella – sehr aufwendig. Pasta – geht immer, Pizza auch. Käse – der Klassiker mit Ä. Quark mit Kräutern. Paprika – au ja. Tomate – schmeckt aber nur im Sommer. Spargel – oh wie lecker. Handkäs – komme halt aus Hessen… , da ist auch das Sauerkraut zu Hause, okay, das hat einen Zweitwohnsitz in Bayern und einen dritten im Elsaß. Braten – na ja, ist eher eine Sammelbezeichnung für Fleischeslust, genau wie Steak.

Beim vor mich Hingrübeln fällt mir auf, dass „kochen“ nun mal kein a und auch kein ä hat, aber backen! Also läuft es wohl auf Backen hinaus, auch wenn Backen nicht Kochen ist, das habe ich schon vor Tim Mälzer erkannt. Und wie Ihr alle wisst, backen kann ich nicht.

Anne kaut am sauren Äpfelchen, wählt aber  karamelisierte Orangen

Küchenmarie backt Anfang April Orangen-Polenta-Flan, alles an A,Ai und Ä

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Dazu nahm man 2 gewasschene Bio- Orangen, macht schmale Schaiben draus, ab an  40 gr. Braunzucker, dazu Wasser, alles  pfanneneingekocht.  Nach Abkühlen Backpapier auf Auflaufformboden, Zuckerorangenscheiben draufgelegt. Haben dann Pause.

Zwei andere Bio-Orangen häckseln nach waschen , platsch Pfanne  Restorangenzuckerwasser, dazu 50 gr. Orangenhonig,  aufkochen. Danach Pürierstab anwerfen, fast Babybrei draus machen. Aufpassen: Kann Wände, auch anderes,  orangenfarben einsauen. Abstellen.

Rührschale, 2 Brauneier aufbrechen, 50 gr. Braunzucker +  1 Päckchen Vanillezucker dazu, schaumig schlagen, dann langsam 40 ml Rapsöl unterschlagen.

Andere Schale 75 gr. Polentagries, auch 1 gehäufter Kaffelöffel Backpulver vermanschen, auch 80 gr. gemahlene Mandeln. Eimasse  aus Rührschale dazugeben. Matsch machen,  also Polentaeierbrei, dann auch Orangenbabybrei dazu.

Grandiosen Orangenteigeiermandelpampsch auf Orangenscheiben platschen.  Warmer Backofen dahinein, 180 Grad Warmluftwirbel, gebacken 30-40 Monate( hahaa!). Gebräunt rausholen, Platte auf Auflaufform, Anderseite up, also Schale macht Kopfstand, Backpapier weggezaubert. Abkühlen lassen. Saulecker, Orangenschlagsahne dazu. Aierlikör darüber auch schmackhaft

Ich hoffe alle habens verstanden, wie es geht. Ich wische mir den A, Ä und Ai- Schweiß von der Stirn, ich habe die contrainte – fast – eingehalten.

Die Alternative wäre ein Schokoladenbasilikumkuchen. Anleitung da abgeschaut:  https://wallygusto.de/2017/11/13/schokokuchen-mit-szechuanpfeffer-basilkum/

Küchenmarie hats gebacken, auch als Nichtbackprofi:  Schaut auf das Resultat

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Zauberhafte Tage avec la Küchenmarie

 

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12 Kommentare zu „Blogparade III – April, April

  1. Liebe Anne,
    was für ein Amüsement, deine Backanleitung zu lesen! Es darf beim backen platschen, matschen und breiig werden – herrlich! Mein Favorit ist der Kopfstand! Auch die Zutaten aus der zweiten Reihe (Braunzucker, Braunei) freuen sich bestimmt über ihre A-Bevorzugung und der Aierlikör gesellt sich schwipsig zum A-Reigen.

    Bitte mehr davon! Vielleicht kochst du ja demnächst mal mit contraite (auf k oder o) – der Kopfstand könnte dann sein Küchencomeback feiern.

    Herzliche aprilorange Grüße
    Ulrike

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  2. Danke famose Ulrike,
    Kochen con o? Ofengemüse ohne Orange, Tortellini bolognese, Kohlrabi oder Rucola. Omelett-Kopfstand ? Möglichst oft Rouladen….
    Gar nicht so einfach mit dem O, das mit dem A,Ä und Ai war leichter, aber ich bossele noch.
    Liebe Grüße
    Anne

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  3. Dearest Änne,

    außergewöhnlich appetitlich, an-(auf)regend , das abgefahrene A- Menue à la Marie.

    Geschmacklich attraktiv, auch ansehnlich, wann kann das A-Menue auf allerfeinsten Porzellanplatten tanzen?

    Allerbeste Aufwartung…

    Hedda

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  4. Liebe Hedda,
    tanzendes A-Menue auf Porzellanplatten, auch allerliebst. Auf das bald alle Gäste Bäuche halten vor Lachen. A, Ä,Ai un Äu haben halt allerbeste Gestaltungsvielfalt.
    Nur das mit dem Grüßen klappt noch nicht wirklich auf A bei mir. Deine Allerbeste Aufwertung ist ein richtiger Knaller ist.
    Ich versuchs: Machs bätter(auweiauwei) dear Hedda
    Anne

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  5. Alle Achtung Anne ! Was gab dain kreativer gaist abermals amüsantes an daine anbeter waiter.
    Das Gebäck verursacht allerhand Arbeit, taugt phantastisches Aussehen, klaebt aber etwas haerb am Gaumen.
    Inge

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  6. Liebe Inge,
    da bin ich doch total begaistert, nicht nur über das Lob, sondern vor allem über die Form in der Du es gefasst hast. Ain wunderbar klaidsamer A-Schnitt, der dem , zugegeben etwas haerben, Flan sehr gut steht. Danke !
    Liebe Grüße
    Anne

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